Smokey Eye an die Augenform anpassen
Der Smokey Eye für Schlupflider ist eine schattierende Lidtechnik, die den doppelten Lidfaltenaufbau nicht kaschiert, sondern aufnimmt: 3 bis 4 Schichten Pigment, das am oberen Wimpernkranz beginnt, in der natürlichen Lidfalte verschwindet und in der Oberlidbeuge ausläuft, lassen das sichtbare Lid flacher und ruhiger wirken, während die Augenpartie tiefer und größer aussieht. Die Technik funktioniert in 2 Systemen: einem unteren System, das den Wimpernkranz umrandet, und einem oberen System, das von der Falte aus arbeitet. Im Englischen ist die bekannteste Ausführung als Smokey eye blue eyes etabliert, die graublau-violette Pigmente über dunkelbraune Setztöne legt und damit den Kontrast zu hellen Augenfarben stärkt. Die Regel für die Augenform steht über der Farbpalette: erst Placement, Schattierung und Verblenden an die Form anpassen, dann Pigmenttyp und Farbe wählen, und erst dann zwischen Alltag, Abend und Make-over entscheiden.

Die 6 Augenformen, an denen sich der Smokey Eye ausrichtet
Der Smokey Eye an die Augenform ausrichten heißt: 6 Grundformen unterscheiden, und für jede Form die 2 entscheidenden Entscheidungen vor der Farbe treffen, wo die dunkle Lade startet und wie weit sie nach oben oder außen wandert. Diese 6 Formen decken fast jede Augenpartie ab, die auf dem europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Markt vorkommt.
| Augenform | Sichtbares Lid | Platzierung der dunklen Lade | Verblendrichtung |
|---|---|---|---|
| Almond (Mandelauge) | etwas 4 mm, rund | untere Lidfalte, ganzes Lid | horizontal zur Außenseite |
| Hooded (Schlupflid) | etwas 2 mm, Falte liegt über | Wimpernkranz, dunkelste Lade über der Falte | vertikal nach oben, weich |
| Round (Runde Augen) | etwas 4 mm, viel Lid | untere Lidfalte, obere Beuge 3 mm tiefer halten | etwas 3 mm nach innen |
| Elongated (Lange Augen) | etwas 4 mm, spitz zulaufend | untere Lidfalte, inneres Drittel hell halten | horizontal, 45 Grad-Schwung |
| East Asian (Asiatisch) | etwas 1 bis 2 mm, Mütze liegt oben | Wimpernkranz, 1 Schicht, Rest in der Oberlidbeuge | nach oben und außen, flach |
| Dropped (Hängende Augen) | etwas 4 mm, Äußere wandert ab | untere Lidfalte, Äußere 2 mm angehoben | nach außen oben, 10 bis 15 Grad |
Diese Tabelle ist die Arbeitstabelle der Seite: Jede nachfolgende Form seziert die 2 Spalten, die dort verdichtet stehen, und zeigt, welche Pigmente und Produkte die jeweilige Ausführung in 10 bis 20 Minuten trägt.
Schlupflider: Warum das obere Lid die dunkle Lade aufnimmt
Bei Schlupflidern nimmt das obere Lid die dunkle Lade des Smokey Eyes auf, weil die natürliche Falte den Sichtbereich auf 2 mm komprimiert und jede horizontale Schattierung dort zu einem Band zusammenbricht. Die Technik läuft deshalb gegen die Intuition: Die dunkelste Schicht liegt nicht unter der Falte, sondern auf ihr, direkt über dem sichtbaren Lid, und verblasst in 2 Schritten nach oben in die Oberlidbeuge. Die 3 Prinzipien, die den Unterschied ausmachen, lauten: vertikal statt horizontal, flach statt hoch, matt statt glänzend.
- Start am oberen Wimpernkranz mit 1 dünnen Schicht eines matten Medium Tons
- Aufbau in 2 weiteren Schichten, die über der natürlichen Falte enden
- Verblenden mit einem trockenen Spatelpinsel in kleinen Kreisbewegungen, 15 bis 20 Sekunden pro Seite
- Obere Beuge mit einem hellen, matten Ton 1 mm über der Falte aufhellen
- Kontur des Auges nur unter der unteren Wimpernlinie ziehen, nie über dem sichtbaren Lid
Die Produktwahl folgt demselben Gesetz: 3 Pigmenttypen entscheiden hier, und Matt-Pigmente halten die Fläche ruhig, weil sie das Licht streuen statt zu spiegeln. Cream-Pigmente, die in der Falte zu einer Linie zusammenlaufen, gehören auf die untere Wasserlinie, nicht ins sichtbare Lid. Und wenn die Falte doppelt ausgeprägt ist, ersetzt 1 Schicht wasserfester Eyeliner am oberen Wimpernkranz die zweite Schicht Lidschatten, weil der Linienverlauf der doppelten Falte folgt, statt sie zu queren. Die Verblendung läuft vertikal, und genau deshalb verblasst sie in die Oberlidbeuge, statt ein Band über dem Sichtfeld zu hinterlassen.
Hooded Augen: Das obere System ersetzt die untere Lade
Hooded Augen und Schlupflider arbeiten mit demselben Mechanismus, unterscheiden sich aber im Grad: Hooded bezeichnet die Form, bei der die Oberlidbeuge das sichtbare Lid zu 25 bis 50 Prozent verdeckt, und der Smokey Eye für diese Form ersetzt die untere Lade durch das obere System. In der Praxis heißt das: Die obere Schattierung beginnt direkt am oberen Wimpernkranz, bleibt auf 5 mm Höhe beschränkt und verblasst in 3 mm zur Oberlidbeuge, während die untere Kontur auf 1 Linie am unteren Wimpernkranz verkürzt wird, die sich in der Lachfalte verliert. 3 Anpassungen trennen die hooded Ausführung von der Standardform.
- Die dunkelste Lade 1 mm höher setzen, als es die untere Lidfalte vorschreibt
- Die Verblende nach oben führen, nicht zur Außenseite des Auges
- Die untere Lade auf die äußere Hälfte des Auges verkürzen
Farblich bleibt die hooded Ausführung auf 3 Töne aus 1 Palette beschränkt: 1 hellen Mattton für die Oberlidbeuge, 1 mittleren für das sichtbare Lid und 1 dunklen für die Falte selbst. Die Oberlidbeuge bekommt dabei die gleiche Schichtstärke wie das sichtbare Lid, weil sie als Fortsetzung des Lids gelesen wird. Die Verblendung erfolgt mit 3 verschiedenen Pinseln: 1 flacher Spatel für den Auftrag, 1 dichter Puffer für den Übergang, 1 weicher Spitzpinsel für die Linie am Wimpernkranz. So bleibt die Form definiert, während das Lid flacher aussieht, und die Oberlidbeuge, die die Ausführung trägt, wirkt wie ein Teil des Lids.
Asiatische Augen: 1 Schicht am Wimpernkranz, Tiefe in der Beuge
Asiatische Augenpartien tragen den Smokey Eye mit 1 einzigen Schicht am oberen Wimpernkranz, während die Tiefe der Ausführung in die Oberlidbeuge wandert, weil das sichtbare Lid dort nur 1 bis 2 mm misst und keine zweite Schicht aufnehmen würde. Die Augenform East Asian, die in Europa meist unter dem Oberbegriff asiatisch zusammengefasst wird, zeigt 3 Merkmale, die das Placement bestimmen: die Oberlidbeuge liegt direkt über dem Wimpernkranz, der äußere Augenwinkel sitzt 2 bis 3 mm höher als der innere, und die Lidmütze verdeckt den Faltenverlauf. Die Technik reagiert darauf mit 3 Schritten.
- 1 matte, mitteltonige Schicht direkt am Wimpernkranz, 2 mm hoch
- Verblenden in die Oberlidbeuge mit 20 flachen Strichen pro Seite
- Die äußere Ecke mit einem dunkleren Ton 4 mm nach außen und 2 mm nach oben verlängern
Die 3 Pigmenttypen werden hier in der Reihenfolge matt, dann leicht glänzend, dann transparent eingesetzt: Der Mattton trägt die Schicht am Wimpernkranz, ein dezent schimmernder Ton hebt die Oberlidbeuge 1 mm unter dem Haaransatz der Augenbraue an, und ein transparentes Finish-Produkt verlässt die Fläche unangetastet, weil jedes zusätzliche Bindemittel die Schicht an der dünnen Haut zusammenlaufen lässt. Für die asiatische Ausführung empfiehlt sich ein Lidschattenstift anstelle von lockerem Powder, weil die Stiftfarbe in 1 Zug eine saubere Linie hinterlässt, die dann mit 1 Spatel in 15 Sekunden verblendet wird. Die untere Kontur bleibt bei dieser Form auf die äußere 3 mm des Auges beschränkt, und die gesamte Ausführung misst nach 20 Minuten 4 bis 6 Stunden Haltbarkeit bei normaler Haut.
Pigmenttypen und Farbsystem: 3 Bindemittel, 2 Töne, 1 Kontrast
Die Pigmenttypen, auf denen jede der 3 Formausführungen steht, sind 3 Bindemittel mit unterschiedlichem Verhalten an der dünnen Lidhaut: Powder-Pigmente in matten und schimmernden Ausführungen, Cream-Pigmente auf Emulsionsbasis und Stiftpigmente, die beide Systeme in 1 Produkt vereinen. Jedes der 3 Bindemittel hat 1 Fehler, den die Formauswahl ausschließt, und 1 Stärke, die sie trägt. Die 2 Töne, die jede Ausführung zusammenhalten, sind ein mittlerer Lade-Ton und ein dunkler Kontur-Ton, und der Kontrast zwischen beiden entscheidet über die Tiefe, nicht die Zahl der Farben.
| Pigmenttyp | Verhalten auf der Lidhaut | Trägt die Form | Ausscheidet die Form |
|---|---|---|---|
| Mattes Powder | streut Licht, deckt 3 mm Fläche in 1 Schicht | Hooded, Schlupflid | Round (zu flach ohne Schimmer) |
| Cream (Emulsion) | sitzt 1 mm tief, glättet Falten | Round, Elongated | East Asian (läuft in der Mütze zusammen) |
| Lidschattenstift | zeichnet 1 Linie in 1 Zug | East Asian, Dropped | Hooded (Linie bricht an der doppelten Falte) |
Die Farbsysteme folgen der 2-Ton-Regel: 1 mittlerer Ton in der Mitte des Lids, 1 dunkler Ton an der Falte und am Wimpernkranz. Braune Systeme laufen von 2 warmen Tönen über 1 mittleren und 1 dunklen, schwarze Systeme von 1 aschfarbenen über 1 kohlenschwarzen, und die im Englischen als Smokey eye blue eyes bekannte Variante setzt 1 graublauen über 1 dunkelbraunen Ton. Die 3 Systeme unterscheiden sich nicht in der Technik, sondern nur in der Lichtstreuung: Braune streuen wärmer, Schwarze streuen neutral, Graublau streuen kühler und verstärken den Kontrast zu hellen Augenfarben. Die Pigmenttypen, nicht die Farben, entscheiden dabei, welche Augenform die Ausführung trägt, und das führt direkt zu den 3 Anwendungen, in denen diese 6 Formen in 10, 20 oder 35 Minuten stehen.
Alltag, Abend und Make-over: 3 Anwendungen über 60 Minuten
Die 3 Anwendungen, die jede Augenform über den Tag verteilt trägt, sind Alltag, Abend und Make-over, und sie unterscheiden sich in 3 Schichtzahlen, 3 Pigmenttypen und 1 Zeitfenster von 60 Minuten. Der Alltag steht in 10 Minuten, der Abend in 20, und das Make-over, das die Augenpartie zu einem Bühnenbild umbaut, in 35. Die 6 Formen aus der Tabelle oben wechseln dabei nicht: Jede Form behält ihr Placement, und die Anwendung verändert nur die Schichtstärke und die Pigmentdichte.
- Alltag: 2 Schichten matten Pouders, 1 Stift, 1 Mascara, 10 Minuten
- Abend: 4 Schichten aus 3 Pigmenttypen, 2 Mascarapasses, 20 Minuten
- Make-over: 6 Schichten, 2 Konturlinien, 1 Glanzton in der Beuge, 35 Minuten
Die 10 Minuten des Alltags laufen auf 2 matten Schichten: 1 mitteltonige am oberen Wimpernkranz, 1 dunklere in der Falte, verblendet mit 1 Spatel in 15 Sekunden pro Seite, und 1 Linie Mascara. Der Abend baut auf 4 Schichten aus 3 Pigmenttypen auf: 2 matte Powder-Schichten am Lid, 1 Cream-Schicht in der Oberlidbeuge und 1 Stiftlinie am unteren Wimpernkranz, gefolgt von 2 Mascara-Pässen. Das Make-over fügt 2 Schichten hinzu, eine Glanzton-Schicht in der Beuge und eine Konturlinie unter der unteren Wimpernlinie, und verlängert die Verblende um 3 mm über die natürliche Falte hinaus. Alle 3 Anwendungen enden mit demselben Schritt: 1 trockener Puffer entfernt die überschüssige Pigmentschicht von der Oberlidbeuge, und die Ausführung hält damit 4 bis 6 Stunden auf normaler Haut und 8 Stunden mit Fixierspray. Die 6 Augenformen, die diese Seite von Schlupflid über Hooded bis East Asian durchspielt, sind damit an jedem Punkt des Tages abgedeckt, und die 3 Schichtzahlen, die jede Anwendung trägt, sind die einzigen Zahlen, die sich mit dem Licht des Raums ändern.